Aktuelles

 

Treffen der Münzfreunde (an neuem Ort):

Am Mühlgraben 1 (Neubaublock neben dem Kaufhaus) – Termine in der Tagespresse


Chor: ab 13. März 14-tägig mittwochs

18 Uhr in der Tuchfabrik Gebr. Pfau


Heimatverein dominiert "Stadtrallye"!

Bei der anlässlich der Sächsischen Landesausstellung "Industrie.Kultur.Sachsen." 2020 ins Leben gerufenen und am 10. Juli erstmals ausgetragenen "Industrie.Kultur.Rallye", einer "Stadtrallye" in Crimmitschau, konnte das Team des Heimatvereins einen eindrucksvollen Sieg feiern. Susann Quietzsch, André Schröter, Holger Norden und Michael Reichelt holten bei der GPS-gesteuerten "Schnitzeljagd" 1105 Punkte. Und auch in einem der beiden zweitplatzierten Teams (je 745 Punkte) - dem der Lehrer des Julius-Motteler-Gymnasiums - startete mit Lutz Hanzig ein weiteres Mitglied des HVC. Insgesamt acht Mannschaften nahmen an der Rallye teil und legten in der vorgegebenen Zeit von anderthalb Stunden zwischen 5 und 8,7 KIlometer zurück. An verschiedenen Stationen mussten Fragen beantwortet und ins "Roadbook" eingetragen werden. Die "Industrie.Kultur.Rallye Crimmitschau" ist ein Modellprojekt des Kulturraums Vogtland-Zwickau zum Jahr der Industriekultur 2020. Umgesetzt wurde es mit der Tuchfabrik Gebr. Pfau, erarbeitet von Judith Eittinger, Koordinatorin für das Sächsische Jahr der Industriekultur im Kulturraum Vogtland-Zwickau, und von Sandy Hebel, Eventmanagerin und Erlebnispädagogin.

HVC Sieger der Stadtrallye


Auf den Spuren der Stadtmauer

In Crimmitschau gibt es von der ehemals etwa 800 Meter langen Stadtmauer nur noch einen ganz kleinen erhaltenen Teil in der Schulstraße. Und auch in den Chroniken aus vergangener Zeit stehen nur wenige konkrete Angaben über Aussehen, Größe und Lage der Crimmitschauer Stadtbefestigung. Trotzdem hat unser stellvertretender Vereinsvorsitzender, Matthias Jahn, das Wagnis auf sich genommen, aus den wenigen Angaben einen Rundgang entlang der ehemaligen Stadtmauer zusammenzustellen. Für den 19. September war die Veranstaltung in der Presse und auf der Homepage angekündigt – der erste öffentliche „Stammtisch“ des Vereins. Wie groß wird die Resonanz wohl sein? Im Nachhinein kann der Vorstand sagen: Die Erwartungen wurden übertroffen! Fast vierzig interessierte Heimatfreunde, darunter auch sieben Schülerinnen und Schüler aus Crimmitschauer Schulen, hatten sich 18 Uhr auf dem Taubenmarkt eingefunden und lauschten den Ausführungen des Referenten. Auch wenn es – außer an der erwähnten Stelle – eigentlich nichts zu sehen gab, so fanden doch alle Teilnehmer den Rundgang interessant und kurzweilig. Anhand von historischen und aktuellen Karten hatte Matthias Jahn den Verlauf der Mauer rekonstruiert. Mithilfe von Verkehrskegeln machte er diesen an prägnanten Stellen nachvollziehbar. Informationen zur Erlangung des Stadtrechtes, zur Verteidigung der Stadt beispielsweise während des 30-jährigen Krieges oder Anekdoten aus der Stadtgeschichte beflügelten die Vorstellungskraft der Teilnehmer. Dazu zeigte  er Fotografien mit verschiedenen Ansichten eines Stadtmodells, das sich in der Historischen Sammlung der Stadt befindet, und an dem der Verlauf der Stadtmauer „nachgebaut“ worden war. An den Stellen der Mauer, an denen Tore und Wehrtürme standen – davon standen jeweils drei in Crimmitschau (am heutigen Mannichswalder Platz das Niedere oder Schmöllnsche Tor, in der Badergasse das Wassertor und auf dem Taubenmarkt das Obere oder Zwicksche Tor mit dem berühmten Roten Turm) – gab es kurze Halte und mehr zu erzählen. Denn zu den Toren finden sich dann doch genauere Angaben in den Chroniken, so nennt die Kästner-Chronik von 1853 sogar Maße der Türme.

Innerhalb von 75 Minuten wurde die Stadtbefestigung abgelaufen – ohne Erläuterungen wäre das sicher viel schneller gegangen, denn bis in das 19. Jahrhundert hatte Crimmitschau etwa die Ausdehnung der heutigen Fußgängerzone: in Nord-Süd-Richtung vom Mannichswalder Platz bis zum Taubenmarkt und in Ost-West-Richtung von der Straße Am Mühlgraben und vom Buttenplatz (heute der Parkplatz an der Piazza Roter Turm) bis zur Schulstraße. Auf dem Taubenmarkt am Standort des Roten Turmes endete die Tour, wo sie begonnen hatte, mit Bildern von Crimmitschaus berühmtestem Bauwerk und der Nachstellung seines genauen Standortes direkt vor dem Gebäude der Sparkasse – natürlich auch wieder mit Verkehrskegeln.

Weitere Veranstaltungen sind bereits in Vorbereitung, der Erfolg dieser ermutigt den Vereinsvorstand, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzumachen. Vielen Dank für euer Interesse – es ist für uns Lohn und Dank und zugleich Ansporn zu „neuen Taten“! Presse und Homepage werden rechtzeitig informieren. Eine Fotostrecke von der Veranstaltung finden Sie (in Kürze) unter "Crimmitschau in Bildern".