Aktuelles

 

Das Schulhaus Lindenstraße 6 vor 1934

Liebe Mitglieder des Heimatvereins!

Denken Sie manchmal noch an Ihre Schulzeit zurück? Würden Sie gerne einmal sehen, wie Ihre Kinder und Enkel heute lernen?

125 Jahre alt ist das Schulhaus in der Lindenstraße 6

früher Oberschule, heute Gymnasium. Anlässlich dieses Jubiläums lädt uns die Schulleitung zu einem Rundgang durch das Gebäude ein. Wir gehen auf die Suche nach Objekten, die noch aus der Anfangszeit stammen. Wir sehen uns aber auch die modernen Computertafeln und Fachkabinette an. Daraus machen wir gleich einen Heimatabend mit Rostern vom Grill und Getränken im Anschluss an die Führung. Das soll auch eine Entschädigung für die ausgefallene Weihnachtsfeier sein.

Zu diesem Heimatabend lädt der Vorstand Sie und Ihren Ehepartner recht herzlich ein für

Freitag, den 20. Mai 2022, Treffpunkt ist 18 Uhr an der Schule, Lindenstraße 6.

Haben Sie noch etwas aus Ihrer Schulzeit? Einen Gegenstand, ein Bild oder eine gute Geschichte? Dann bringen Sie das bitte mit!

Unabhängig davon führen wir wieder „Stammtische“ im „Carpe diem“ mit kleinen Vorträgen zur Heimatgeschichte durch. Die aktuellen Termine erfahren Sie auf unserer Internetseite unter der Rubrik „Aktuelles“. Oder Sie melden sich bei Holger Norden an, der das koordiniert.

Außerdem soll Ende August wieder unsere traditionelle Busausfahrt stattfinden. Dazu erfahren Sie später mehr.

Im Namen des Vorstandes verbleibt mit freundlichen Grüßen

Matthias Jahn

Zwei Hinweise zum Abschluss:

  • Bitte denken Sie an die Zahlung des Vereinsbeitrages: 15 € Einzelpersonen, 20 € für Ehepaare!

Achtung! Seit diesem Jahr haben sich die Beiträge leicht erhöht. Daueraufträge müssen eventuell

angepasst werden!

  • Um den Heimatabend am 20. Mai vorbereiten zu können, müssen wir wissen, wie viele Personen teilnehmen. Bitte melden Sie sich dazu bis zum 10. Mai an:

Bei Holger Norden (03762-5053) oder bei Matthias Jahn (03762-47021).


Stammtisch zum Thema „Crimmitschau 1543“

Nach langer, Corona bedingter Pause  fand am Donnerstag, dem 21. April 2022, wieder ein reguläres Treffen des Heimatvereins statt. 18 Mitglieder und Gäste verfolgten aufmerksam den Vortrag unseres Vorsitzenden, Matthias Jahn, über Crimmitschau um 1543. Eine kleine private Anmerkung von mir: Als Fan des Mittelalters und seit vielen Jahren fachlich an dieser Epoche interessiert, freute ich mich schon im Voraus auf diesen Vortrag. Die Epoche um 1500 gilt als Übergangszeit vom Mittelalter zur Neuzeit.

Der Vortrag „Die Stadt und ihre Einwohner um 1543“ beleuchtete mit Grafiken, Texten und lebendigen Worten das Leben in Crimmitschau in dieser Epoche. Faszinierend, welche Details zusammengetragen wurden! Grundlage waren uralte Kirchenbücher, Chroniken und Stadtbücher, die es auch nach fast 500 Jahren noch ermöglichen, sich ein brauchbar realistisches Bild über die Stadt zu dieser Zeit zu verschaffen. So lässt sich relativ sicher belegen, dass es um 1500 weder Straßennahmen noch Hausnummern gegeben hat. Über diese Eigenheit konnte ich mit meinem Wissen über das Mittelalter Informationen beisteuern. Weiterhin wurde eine Reproduktion des vermutlich ältesten Bildes über Crimmitschau von 1724 gezeigt. Matthias Jahn errechnete über vergleichende Betrachtungen für die damalige Zeit eine Einwohneranzahl von ca. 800 bis 900 Menschen – „Crimmsche“ war also damals noch recht übersichtlich…  Nach dem Vortrag kam es zu einem lockeren, aber regen Austausch zum Thema.

Zum Schluss noch der Hinweis: An der Arbeit des Heimatvereins Interessierte können über den Menüpunkt „Kontakt“ auf unserer Internetseite Verbindung mit dem Verein aufnehmen.   

Uwe Griebsch


Die Vereinsarbeit beginnt wieder - mit einem positiven Ereignis

Am 18. Februar beging Bernd Eger, langjähriges, verdienstvolles Mitglied, als Obmann des Sahntalchores auch lange Jahre Mitglied im Vereinsvorstand, seinen 75. Geburtstag! Der Vorstand gratulierte recht herzlich, überbrachte die besten Wünsche und ein kleines Präsent. Wir wünschen Bernd Eger alles Gute, vor allem Gesundheit, und hoffen auch weiterhin auf seine tatkräftige und lustige Unterstützung von Vereinsfeiern und -veranstaltungen!

Bernd Eger 70

Liebe Mitglieder,

gerne denke ich an unsere Jubiläumsveranstaltung vom Oktober zurück. Gemeinsam haben wir mit Fotos und Erinnerungen auf die letzten Jahre und Jahrzehnte im Heimatverein zurückgeschaut. Mit Blick auf die Infektionszahlen damals und heute können wir sagen: Wir haben im Oktober alles richtig gemacht!

In diesen Tagen vor Weihnachten sehnen wir uns danach, Familie und Freunde zu treffen und Weihnachten 2021 wie früher zu feiern.

Eine Vereinsweihnachtsfeier wäre schön.

An dieser Feier könnten aber unsere ungeimpften Mitglieder nicht teilnehmen und vor dem Hintergrund der hohen Ansteckungsraten ist sie auch gar nicht mehr zu verantworten. Wir müssen also bis auf weiteres wieder unsere Vereinsaktivitäten einschränken.

Dafür wollen wir Sie im Frühjahr mit einer kleinen Exkursion und einem gemütlichen Beisammensein im Anschluss entschädigen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie trotz der düsteren Meldungen der vergangenen und kommenden Tage eine schöne Weihnachtszeit haben und gesund ins neue Jahr kommen!

Matthias Jahn im Namen des Vorstandes

Crimmitschau, den 4. Dezember 2021


Keine Weihnachtsfeiern, keine weiteren Veranstaltungen bis auf Weiteres!

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Heimatfreunde! Was sich in den letzten Tagen abzeichnete, ist nun traurige Gewissheit geworden: Nach der neuen Sächsischen Corona-Schutzverordnung (gültig von 22.11. bis 12.12.2021) werden alle Veranstaltungen untersagt. Das bedeutet, dass auch die Weihnachtsfeiern des Vereins und des Chores in diesem Jahr ausfallen werden. Das bedauern wir sehr. Wir haben aber bereits eine Ersatz-Veranstaltung "im Auge", die wir im Frühjahr durchführen werden, erste Planungen laufen bereits.

Wir hoffen, diese dann unter besseren Bedingungen durchführen zu können. Bis dahin wünschen wir allen Heimatfreunden alles Gute, vor allem Gesundheit, und auch schon einen friedvollen Advent, gesegnete Weihnachten und ein gesundes neues Jahr!

Der Vorstand


Die Karthause - der letzte Stammtisch des Jahres

Kurz vor dem Corona bedingten erneuten Ende der Kultur- und damit auch der Vereinsarbeit gab es am 18. November noch einen Stammtisch der AG Heimatgeschichte des Heimatvereins. Heimatfreund Rudolf Neumerkel, auch Gründer und Mitglied des Heimatvereins Neukirchen, stellte seine Forschungen zum Kloster Karthause in Neukirchen vor. Das Kloster, das zwar seit der Reformation nicht mehr existiert, aber immer noch fester Bestandteil der Geschichte Neukirchens ist, würde nämlich im nächsten Jahr sein 800-jähriges Bestehen feiern. Seinen Vortrag hatte er mit zahlreichen Fotos illustriert. Vom Kloster selbst gibt es zwar keine authentischen Abbildungen, eine fiktive, der originalen Bausubstanz wahrscheinlich nachempfundene existiert aber als Teil des „Stammbaumes der Karthäuserklöster“, einem Tryptichon von 1510. Auf diesem Stammbaum sind alle Ordenshäuser des Karthäuserordens bildhaft dargestellt. Der Stammbaum befindet sich im Original im Deutschen Nationalmuseum Nürnberg (Abb.).

Karthause

Die meisten seiner Fotos zeigten die heute noch vorhandenen Reste der Klostermauer,  Gebäude des nachfolgenden Rittergutes aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und die Gebäude, die heute auf dem Gelände stehen, auf denen sich einst das Kloster befand. Anhand der Bilder konnten sich die Heimatfreunde eine gute Vorstellung von der Größe und Lage des Klosters machen.

Einen Text mit den historischen Fakten rund um das Kloster Karthause finden Sie auf unserer Homepage unter der Rubrik „Neue Historie“.


Was von früher übrig geblieben ist, soll erhalten werden

Jahreshauptversammlung des Heimatvereins

Am 13. Oktober fand die Jahreshauptversammlung des Vereins statt, bei der ein neuer Vorstand gewählt und das 30-jährige Bestehen des Vereins gefeiert wurde. Es gab natürlich ein Hygienekonzept, um die 3-G-Regel einhalten zu können, hatte der Verein sogar Corona-Schnelltests organisiert.

Der 2. Vorsitzende, Matthias Jahn, begrüßte zu Beginn alle Mitglieder und Gäste und erinnerte an die in den zurückliegenden drei Jahren verstorbenen Mitglieder. Unser erster, langjähriger und verdienstvoller Vorsitzender, Heinrich Otto, verstorben Ende letzten Jahres, wurde mit einem kurzen Film geehrt, in dem auch seine beiden Kompositionen, die Crimmitschau-Fanfare und das Crimmitschau-Lied, erklangen. Dabei wurde es sehr emotional, als die anwesenden Mitglieder „seines“ Sahntalchores den Text leise mitsangen.

Nach einem kurzen Rückblick auf die Arbeit des Vereins seit den letzten Wahlen 2018, den Matthias Jahn gab („Von 29 Monaten gab es 15 wegen Corona keine Veranstaltungen, die Weihnachtsfeier 2020 und die Ausfahrt 2021 mussten ausfallen. Trotzdem lief die Arbeit weiter, so fanden in diesem Jahr wieder Stammtische statt und die technische Ausstattung des Vereins wurde aufgerüstet“), kam die Wahl des neuen Vorstandes. Susann Quietzsch, Bernd Eger und Dr. Christian Richter stellten sich nicht wieder zur Wahl, ihnen dankte Matthias Jahn für ihre geleistete Arbeit. Die Wahl selber fiel dann recht kurz (und einstimmig) aus, da es für alle Ämter nur jeweils einen Kandidaten gab. Neuer 1. Vorsitzender ist Matthias Jahn, sein Stellvertreter Lutz Hanzig, Schatzmeister André Schröter und Schriftführer weiter Holger Norden. Als Beisitzer wurde Harald Rabe wiedergewählt, Revisoren sind Frau Dr. Anke Jahn und Günter Wyrwich.

Der neugewählte 1. Vorsitzende gab danach einen kurzen Ausblick auf die Schwerpunkte der künftigen Vereinsarbeit. Sowohl seine als auch die Aufgabe des Vereins brachte er in einem kurzen, griffigen Slogan unter: „Was von früher übrig geblieben ist, soll erhalten werden!“ Traditionelles werde weitergeführt (z.B. Stammtische, Ausfahrten und Weihnachtsfeier – die diesjährige kündigte er für den 3. Dezember an), man sei auch offen für Neues („besonders für neue, junge Mitglieder“) und die Zusammenarbeit mit dem Förderverein Textilmuseum solle vertieft werden.

Nach einer kurzen Pause und einem kleinen Imbiss begann der 2. Teil der Veranstaltung. In kleinem Rahmen wurde das Jubiläum „30 Jahre Heimatverein“ gefeiert. Mitglieder und Gäste stießen mit einem Glas Sekt darauf an. Oberbürgermeister André Raphael, selbst Mitglied im Verein, würdigte die Arbeit des Vereins seit seiner Gründung und seine Bedeutung für das kulturelle Leben der Stadt. Drei verdienstvolle Mitglieder wurden für ihre Arbeit in den zurückliegenden Jahren geehrt: Ursel Otto für ihren unermüdlichen Einsatz „hinter den Kulissen“ des Vereins und dafür, dass sie ihrem Mann für seine Arbeit als Vorsitzender stets „den Rücken frei gehalten hat“. Dr. Hans-Jürgen Beier, der als Vertreter des Museumsvereins Werdau zu den Gästen gehörte, für seine Arbeit bei der Organisation der Ausfahrten des Vereins, und Lutz Hanzig als letztes im Verein verbliebenes Gründungsmitglied und für seinen Einsatz bei der Außendarstellung des Vereins.

Lutz Hanzig bestritt dann auch den letzten Teil des Abends – auf kurzweilige und amüsante Art führte er mit einem Lichtbildervortrag noch einmal durch 30 Jahre Vereinsgeschichte. Darin spielten nicht nur die zahlreichen Verdienste des Vereins eine Rolle, auch der Spaß kam dabei nicht zu kurz. Viele Mitglieder trugen mit dazu bei, indem sie ihre eigenen Erinnerungen zu den Bildern einbrachten. „Alles in allem eine gelungene Veranstaltung“ war die einhellige Meinung der Anwesenden, die Hoffnung für die Zukunft des Vereins mache.

Der neue Vorstand möchte sich noch einmal bei Allen bedanken, die tatkräftigen Anteil an der Durchführung der Jahreshauptversammlung hatten.

Der neue Vorstand
Der neue Vorstand: Holger Norden, Matthias Jahn, Lutz Hanzig und André Schröter

Arbeitsgruppe Heimatgeschichte nimmt Arbeit wieder auf

Anfang Juli fand nach langer Zeit das erste Treffen der Arbeitsgruppe Heimatgeschichte im Jahr 2021 statt.

Zu Beginn wurde des verstorbenen Vorsitzenden Heinrich Otto mit einer Videodokumentation gedacht. Sein Tod stellt für den Verein einen großen Verlust, menschlich und fachlich, dar. Wir werden sein Werk in Ehren fortsetzen!

Als Gast wurde Günter Ebersbach begrüßt, dem für seine interessanten Ausführungen gedankt sei!

Ein Thema des Treffens war das Bleiglasfensters der Kapelle von Schloss Schweinsburg, das lange Zeit es als verschollen galt. Nach umfangreichen Recherchen konnte es im Fundus der Städtischen Sammlungen wiedergefunden werden.

Außerdem wurde anhand von Bildmaterial, welches Holm Schädel zeigte, die Historie des ehemaligen Turnvereins Wahlen, der einen eigenen Sportplatz zwischen Neukirchen und Rudelswalde besaß (der noch heute existiert), dargestellt, soweit das noch möglich war.

Weiterhin gelang es den Standort der Gärtnerei Wilhelm Stolles recht genau zu lokalisieren. Anhand verschiedener Fotodokumente kamen die Heimatfreunde zum Schluss, dass es sich um die spätere Gärtnerei Kämpfe handeln muss.

Wilhelm Stolle, gebürtiger Frankenhausener, war zusammen mit Julius Motteler im Jahre 1870 Herausgeber der ersten sozialdemokratischen Tageszeitung Deutschlands, des „Crimmitschauer Bürger- und Bauernfreund“.

Das Vereinsmitglied Rudolf Neumerkel brachte Vorschläge für Themen kommender Arbeitsgruppentreffen ein.

Beschlossen wurde auch, den Kontakt zu den befreundeten Vereinen wieder aufzunehmen bzw. zu erweitern.

Verein bittet um Unterstützung aus der Bevölkerung!

Ein heiß diskutiertes Thema des Abends war die Farbigkeit des Crimmitschauer Stadtwappens, die in der langen Zeit des Bestehens der Stadt mehrfach wechselte, z.B. zwischen Rot und Grün. Deshalb sucht der Heimatverein Dokumente oder Bildmaterial zur Farbgestaltung des Wappens von Crimmitschau aus der Zeit von vor 1896. Wir sind für jeden Hinweis dankbar! Kontaktmöglichkeit: über die Homepage.

Mit diesem Treffen verabschiedet sich der Verein in die Sommerpause.

Uwe Griebsch


Liebe Heimatfreunde und Freunde des Heimatvereins! Wir haben eine neue Adresse!

Die Postanschrift des Heimatvereins ist ab sofort Leipziger Straße 125, 08451 Crimmitschau (das ist die Adresse der Tuchfabrik Gebr. Pfau)

Halten Sie uns die Treue und bleiben Sie schön negativ!

Der Vorstand


In stiller Trauer nehmen wir Abschied von unserem Vorsitzenden, Herrn

Heinrich Otto

Träger der David-Friedrich-Oehler-Medaille

geboren am 3. Februar 1937, gestorben am 29. Dezember 2020.

Heinrich Otto war ein ausgewiesener Kenner unserer Stadtgeschichte, ebenso ein Musikfreund und jemand, der auf andere Menschen zugehen und sie begeistern konnte.

Ihm gelang es, unter dem Dach des Vereins nicht nur geschichtlich Interessierte zu versammeln, sondern auch eine Gruppe von Münzfreunden sowie die sangesfreudigen Mitglieder des Sahntalchores. Fast 30 Jahre hat er den Verein gleitet!

Durch seine Vorträge zur Stadtgeschichte und die zahlreichen Auftritte des Sahntalchores  bereicherte Heinrich Otto das kulturelle Leben der Stadt.

Er komponierte ein Crimmitschau-Lied, einen Festmarsch, eine Festfanfanfahre und arrangierte Lieder für das Glockenspiel im Rathausturm.

Aus Verbundenheit zu seiner Heimat setzte er sich für die  die Erhaltung von Sachzeugnissen aus der Vergangenheit ein. Auf seine Initiative hin wurde 1997 der Fundus des Städtischen Museums nicht aufgelöst, sondern in Gebäuden der Tuchfabrik Gebr. Pfau gelagert und dort unter seiner Leitung betreut. Daraus entstand eine Ausstellung zur Heimatgeschichte (2009-2019). 2013/14 war Heinrich Otto Mitautor der zweibändigen Stadtchronik. Zuletzt erwirkte er die Erhaltung des großen Sandstein-Emblems der Firma Kettling und Braun und deren Aufstellung auf dem Gelände der Tuchfabrik.

Gute Beziehungen zu anderen Vereinen waren ihm wichtig. So pflegte Heinrich Otto vor allem Kontakte zu den Heimatvereinen von Werdau und Neukirchen sowie zum Förderverein des Textilmuseums, aber auch zu anderen Chören und zu Vertretern der Partnerstädte.

2008 wurde er für sein umfangreiches, langjähriges und ehrenamtliches  Engagement als dritter Crimmitschauer mit der David-Friedrich-Oehler-Medaille geehrt.

Wir werden unser Wirken in seinem Sinne fortsetzen und ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Der Vorstand im Namen aller Mitglieder


Ein Besuch der St. Johanniskirche Crimmitschau

Am 1. Oktober 2020 besuchte die Arbeitsgruppe Heimatgeschichte des Heimatvereins Crimmitschau die St. Johanniskirche.

Die Führung wurde geleitet von Frau Pfarrerin Suarez und Herrn Pfarrer Suarez, die sich trotz eines vollen Terminkalenders die Zeit genommen hatten, uns fast zwei Stunden durch die Gewölbe der Kirche zu führen. Wer von uns glaubte, schon ein umfangreiches Wissen zur St. Johanneskirche zu besitzen, wurde eines Besseren belehrt – unser Pfarrerehepaar zeigte uns nicht nur durch faktisch jeden Raum der Kirche, wir bekamen auch eindrucksvolle Details vermittelt. An dieser Stelle bereits ein großes Dankeschön an das Pfarrerehepaar für ihren Einsatz!

Alle Details hier aufzuführen, würde den Rahmen dieses Berichtes deutlich überschreiten. Ein paar Eckdaten sollten aber eingeflochten werden: Baubeginn von St. Johannis war am 5. Oktober 1908, die Grundsteinlegung erfolgt wenig später am 22. Oktober. Bereits am 2. Advent 1910 wurde die Kirche geweiht, eine beeindruckend kurze Bauzeit! Direkt am Anschluss (sowohl örtlich als auch zeitlich) wurde das Pfarrhaus errichtet. Sowohl Kirche als auch Pfarrhaus sind komplett unterkellert, diese imposanten Kellerräume konnten wir gleichfalls besichtigen. Es ist schon erstaunlich, in diesen Kellerräumen zu stehen, wissend, darauf steht eine nicht gerade kleine Kirche. Die Statik stimmt offenbar, immerhin steht sie gut 110 Jahre stabil auf einem scheinbar recht schmalen Mauerwerk. Der Blick vom Turm, es war bestes Wetter, über Crimmitschau sollte im Rahmen von Führungen öfters möglich sein. In 46 m Höhe ist eine erhabene Sicht über die Stadt möglich – super für Fotos. Wer wollte konnte noch einige Meter höher steigen und sich einen tieferen Einblick in die Architektur des Turmes verschaffen. Die originalen Glocken der Kirche ereilte das Schicksaal fast aller Glocken, sie wurden für einen wahnsinnigen Krieg eingeschmolzen. 1919 erfolgte dann die Montage von 4 Glocken aus Stahl, die Materialwahl war auch den Folgen des Krieges geschuldet. Leider ist die gesamte Konstruktion des Glockenstuhles, gleichfalls aus Stahl, nicht der Statik des Gebäudes zugetan, es zeigen sich erste Risse im Mauerwerk des Turmes.

Blick vom Turm

Fortgang fand die Führung auf der Empore, wo eine Orgel der Gebrüder Jehmlich aus Dresden steht. Unser Vereinsvorsitzender, Herr Otto, gab ein kurzes Zeugnis sowohl vom Klang der Orgel als auch von seiner Fähigkeit, diese wohltuend zum Klingen bringen zu können. Das ist eine beachtliche Leistung, viele Menschen, ich gehöre dazu, wissen nicht einmal Sinn und Zweck der unzähligen Bedienelemente zu benennen.

Im Kirchenschiff erfolgten durch Frau Pfarrerin Suarez weitere Ausführungen, so zu den Figuren, die die Kanzel tragen - Textilarbeiterinnen, sehr ungewöhnlich für eine Kirche, aber eine Referenz an die Bürger der Stadt. Den Abschluss bildete die Besichtigung des Pfarrhauses, das für verschiedene Zwecke (Christenlehre, Seelsorge, Vorträge, Winterkirche) genutzt wird.

Mit einem Dank Herrn Ottos an das Pfarrerehepaar endete die Führung. Einen Dank auch an unser Mitglied Holm Schädel, welcher die Führung fotografisch dokumentierte.

Uwe Griebsch im Oktober 2020

Anmerkung: Hier finden Sie eine Fotostrecke zur Johanniskirche.


Jubilare geehrt

Im September und Oktober begingen zwei verdienstvolle Mitglieder des Vereins ihren 80. Geburtstag – Thomas Hänsel und Klaus Zietzsch (Foto). Beide gehören der Arbeitsgruppe Numismatik an. Verein und Vorstand gratulieren recht herzlich!

Klaus Zietzsch


200 000 Jahre in 12 Stunden

Die 2020er Ausfahrt des Heimatvereins                                                                  von Matthias Jahn

Er lebte vor rund 200 000 Jahren, der Europäische Waldelefant (auch: Eurasischer Altelefant) und war größer als heutige Elefanten. Seine Überreste wurden 1986 am heutigen Geiseltalsee (Sachsen-Anhalt) entdeckt. In einer Dauerausstellung in Pfännerhall bei Braunsbedra besichtigten die etwa 40 Teilnehmer der diesjährigen Vereinsausfahrt am 5. September die Rekonstruktion dieses imposanten Kolosses. Heimatfreunde aus Werdau und Crimmitschau waren diesmal gemeinsam unterwegs.